Die 66 kanonischen (WB 1,3) Bücher setzen sich aus 39 des Alten und 27 des Neuen Testaments zusammen. Vom
Philemonbrief an weist die Lutherbibel eine andere Reihenfolge auf: Philem, 1. und 2. Ptr, 1. bis 3. Joh, Hbr,
Jkb, Jud, Offb.
Als souveräne Offenbarung Gottes über Ursprung, (WB 4; 6) Verlauf (WB 1,1; 19,3-5; 32; 33) und Ziel (WB
8,5; 12; 18,2; 33,3) seiner Schöpfung hat die Heilige Schrift uneingeschränkte Autorität in all
ihren Aussagen, seien sie geschichtlicher, chronologischer, geographischer, die Natur (Schöpfung) betreffender
oder anderer Art. Dieser Wahrheitsanspruch
wird auch dann nicht eingeschränkt, wenn einzelne Aussagen der Schrift vom menschlichen Verstand nicht durchdringbar
oder seinen Schlußfolgerungen zu widersprechen scheinen.
Das Bekenntnis zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift bezieht sich auf den originalen Urtext, der in zahlreichen,
von einander nur geringfügig abweichenden Abschriften überliefert vorliegt.
Die Heilige Schrift als oberste Richtschnur für Glauben, Denken und Handeln untersteht nicht dem Urteil des
Menschen, deshalb können ihre Aussagen durch keinen ihr übergeordneten Maßstab bestätigt oder
verworfen werden. Aus diesem Grund
stellen Methoden wie die historisch-kritische, die auslegungsgeschichtliche und andere einen unangemessenen Zugang
zum Wort Gottes dar.