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Gemeinschaft, Identität und Bestimmung der Kirche
Predigttext: 1 Petrus 2,9-10 Liebe Gemeinde unseres Herrn Jesus! Gab es bei dir auch schon Momente, dass du Schnurrli und Wuffi beneidet hast? Wie können Katzen und Hunde doch so wunderbar entspannen, wann immer sie möchten. Sie leben ohne Sorgen und Kummer. Wie können sie doch schnell das Schimpfen und Schnauzen vergessen! Da kann man so richtig eifersüchtig werden. Aber trotzdem bin ich froh, dass ich kein Hund oder Katze bin. Zu allererst natürlich, weil ich eine lebende Verbindung zu Christus haben darf. Aber auch, weil ich ein Selbstbewusstsein habe. Ich kann über mich selbst nachdenken. Und das ist eines der besonderen Merkmale des Mensch-Seins. Aber manchmal sieht es so aus, als wäre man den Katzen und Hunden überhaupt nicht überlegen. Denn was hat man vom Selbstbewusstsein, wenn es noch so viele Fragen gibt? Unsere Selbstkenntnis ist noch so beschränkt. Und die Menschen denken sehr unterschiedlich über die Frage des Mensch-Seins. Wer bin ich eigentlich? Was ist meine Aufgabe hier auf der Erde? Die tiefsten Antworten auf diese Fragen finde ich nicht in mir selbst. Die finde ich erst in dem Band mit Gott. Er gibt mir Antworten, die mich weiter bringen. Selbstverständlich bleiben Fragen übrig. Aber durch das, was Gott von mir und über mich sagt, lerne ich ihn kennen. Und nachdem ich ihn besser kennen gelernt habe, lerne ich mich selbst auch besser kennen und kann mit den restlichen Fragen besser zurechtkommen. In den zwei Versen vom Text dieser Predigt gibt die Bibel uns atemberaubende Antworten auf die Frage: “Wer bist du?”, “Wer sind wir?” und “Warum sind wir hier?” Weiterführende Antworten. Halte inne und lass dich von dem überraschen, was Gott dir zu sagen hat. Das Thema ist: Höre von Gott deine Identität und deine Bestimmung 1. Wer
sind wir? 1. Höre von Gott deine Identität. Wer sind wir? Wer sind wir? Darüber sagt Petrus in diesen Versen fünf Dinge: 1. Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht. Mit anderen Worten: wir sind eine einzigartige Familie. Weil Gott uns erwählt hat aus all den anderen Menschen. Warum? Nicht weil wir so freundliche Leute sind. Auch nicht, weil wir glauben und unsere Nachbarn nicht. Das Volk Israel dachte, dass es als Gottes auserwähltes Volk bedeutend wäre. Aber Mose ließ sie schnell aus dem Traum erwachen. In 5. Mose 7 sagt er: Der HERR hat euch nicht angenommen und erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker - denn du bist das kleinste unter allen Völkern, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Was für Israel gilt, gilt auch für uns, die Gemeinde Christi. Wir brauchen uns nicht zu fragen, warum wir auserwählt sind und andere nicht. Das ist Gottes Sache. Dafür gibt er uns auch keine Erklärung. Es hat übrigens auch nichts mit unserem Innern zu tun. Nein, auch nicht mit unserem Glauben. Gott hat uns nicht auserwählt, weil wir glauben, oder in der Zukunft glauben würden, so wie die Remonstranten meinten. Nein, es ist gerade umgekehrt. Gott hat uns ausgewählt - schon vor der Schöpfung der Welt, sagt Epheser 1 - damit wir glauben würden. Das ist etwas ganz anderes. Seine Wahl für dich, liegt nicht an dir, sondern an Gott, an seiner gnädigen Liebe. Durch seine Liebe hat er uns auserwählt und versammelt. Und was uns also jetzt vereinigt, ist die Liebe Gottes in Christus. Obwohl wir keine Familie im biologischen Sinne sind, Blutsverwandte sind wir trotzdem. Und zwar durch das Blut Christi, das über uns gekommen ist. Schaut auf dieses Blut. Vertraue darauf und sei froh. Und frage dich nicht mehr: weshalb ich und der andere nicht? Ich weiß jedenfalls, dass ich es nicht verdient habe. Kein Mensch hat etwas verdient bei Gott. Den ewigen Tod, den haben wir verdient. Mehr nicht. Alles ist Gnade. Das macht mich sprachlos. Und ich darf es annehmen. Und immer darüber singen. Die Lehre der Auserwählung wird oft in Zweifel gezogen, weil sie schwer zu begreifen ist. Man kann sie nur im Glauben annehmen, denn es ist nötig dass man akzeptiert, dass Gott Gott ist, und kein Mensch. Er ist unser Schöpfer. Seine Gedanken sind für uns zu hoch. Er ist uns Menschen keine Verantwortung schuldig. Der Herr ist völlig frei in seinen Entscheidungen. Er ist souverän. Gott erwählt uns. Ist das nicht wunderbar? Dass du das sicher wissen darfst, wenn du an Christus glaubst. Denn so einfach ist es. Epheser 1,4 sagt: In Christus hat er uns erwählt. Wenn du also an ihn glaubst, darfst du sicher sein: ich bin auserwählt. Denn dass du zum Glauben gekommen bist, ist das Ergebnis von Gottes Wahl für dich, schon vor der Grundlegung der Welt. Wer du bist? Wer wir sind? Wir sind Auserwählte. 2. Wir sind begnadigt. Wir haben Gnade bekommen. Vers 10: einst nicht in Gnaden, nun aber in Gnaden. Aus dem brennenden Dornbusch sagte der Herr zu Mose: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und der Herr griff ein durch Mose. Voll Erbarmen befreite er sie und brachte sie zu dem Berg Sinai. Auf Adlerflügeln. Für die Leser des Briefes von Petrus hatte es auch viel Elend gegeben. Lange Zeit hatten sie ohne den wahren Gott gelebt. Ohne Frieden und Ruhe. Mit religiösen Stümpern hatten sie versucht, von ihren Abgöttern Gnade und Friede zu bekommen, aber sie wurden enttäuscht. Denn Abgötter geben dir nichts, sie nehmen nur. Wenn man ihre Hilfe braucht, sind sie nicht zu Hause. Darum war die Lage dieser Heiden hoffnungslos. Und das ist es auch für uns, wenn wir es selbst - nur mit unseren Abgöttern - zu schaffen versuchen. Wir schaffen es aber nicht. Wir können uns nicht lösen von unserer Schuld, von der Unruhe in unserem Gewissen. Wir haben gesündigt. Unser Gewissen klagt uns an. Als Vorbote des göttlichen Gerichts. Wir brauchen Versöhnung und Gnade. Aber wo finden wir das? Wie lieblich waren die Füße von den Missionaren, die es uns hier erzählt haben: Vertraue auf Christus und sein Opfer und du hast Gnade bei Gott und Vergebung der Sünden. Wer du bist? Du bist begnadigt. 3. Wir sind Gottes Eigentum. Petrus sagt es zwei Mal, in Vers 9, ein Volk zum Besitztum und in Vers 10, einst nicht sein Volk, nun aber Gottes Volk. Eigentlich ist jedes Volk das Eigentum von Gott, dem Schöpfer. Aber von allen Völkern wurde Israel Gottes Liebling. Mit diesem Volk hatte er etwas Besonderes. Israel wurde sein Privatbesitz. Denn er wollte so gerne dieses Volk als erstes von den Völkern retten, durch den Glauben an seinen Sohn, den Messias. Leider haben die Seinen ihn nicht angenommen. Aber Gott führte sein Plan durch. Die Kraft seines Geistes ist unaufhaltbar. Er hat alle Völker erreicht. Jeder der den Messias umarmt, woher er auch kommt, ist sein Eigentum und gehört zu seinem Volk. Oft bekommen einfache Gegenstände großen Wert, wenn sie das Eigentum von einem berühmten Menschen gewesen sind. Die Museen sind voll damit. Die Schlafmütze von Heinrich dem Achten, die Gitarre von John Lennon. So ist es auch mit uns. Du kannst ein einfacher Mensch sein und vielleicht ist dein wirtschaftlicher Marktwert Null-Komma-Null. Aber weil du Gottes Eigentum bist, durch deinen Glauben an Christus, bist du unbezahlbar. Denn Gott hat dich erkauft und mit dem teuersten der Welt bezahlt, dem Blut seines Sohnes. Es gab eine Zeit, in der Israel seinen Status als Volk Gottes gering achtete. Der Prophet Hosea musste Israel erzählen: Ihr seid jetzt Lo-Ammi, nicht mehr mein Volk. Aber der Herr bereute es und nach einiger Zeit nannte er sein Volk wieder Ammi, mein Volk. Die Aussage von Petrus in Vers 10 erinnert uns an die Prophezeiungen von Hosea. Er möchte damit sagen: Wenn Gottes Gnade groß genug ist um dafür zu sorgen, dass Israel, das einmal nicht mehr Volk Gottes war, es dann doch wieder wurde, dann können auch unreine Heiden die erst Gottes Feinde waren, jetzt in Frieden angenommen werden. Als sein Eigentumsvolk. Das dürfen wir jetzt sein, als seine Gemeinde, sein eigenes Volk, seine Krondomäne. Dort will Gott die Ewigkeit verbringen. Zusammen mit dir und mir. Wunderbar. Wer du bist? Du bist Gottes Eigentum. 4. Ihr seid eine heilige Nation. Du bist auserwählt, du bist begnadigt, du bist Gottes Eigentum, und darum bist du auch heilig. Heilig bedeutet ‚abgesondert’, ‚reserviert’ für Gott. Du bist anders als andere. Du existiert nicht für dich selbst, sondern für ihn, für seine Ehre. Du bist und musst sein wie er. In 1,16 zitiert Petrus Gottes Wort aus 3. Mose 11: seid heilig, denn ich bin heilig! Wie heilig, das sehen wir in den zehn Geboten. Heilig leben ist also leben im Einklang mit dem heiligen Gesetz Gottes. Die zehn Gebote sind die Verfassung, das Grundgesetz seiner heiligen Nation. Zusammen sind wir die Bürger eines heiligen Königreichs und wir dienen einem heiligen Gott. Da müssen wir uns noch daran gewöhnen, denn heilig sein steckt nicht in unserem Blut. Darum machen wir uns auch so leicht schmutzige Hände. Aber der Geist wirkt in unserem Inneren, um uns zu heiligen. Also wenn du noch mal dreckige Finger hast, darfst du dich wieder daran erinnern und Mut fassen: der Geist wirkt in mir. Wer du bist? Du bist heilig. 5. Ihr seid eine königliche Priesterschaft. In Vers 5 hatte Petrus es auch schon gesagt: eine heilige Priesterschaft. Jetzt kommt dazu das „königliche“. Dazu greift Petrus zurück auf den Ehrentitel, den Israel von Mose am Sinai bekommen hatte. Wir haben es gelesen, in 2. Mose 19. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Gott ist nicht nur der Besitzer eines heiligen Volkes. Er ist auch der König. Er hat alle Macht. Er ist unzugänglich. Für Israel war es buchstäblich so. Nur der Priester durfte sich dem Heilige nähern und nur der Hohepriester dem Heiligen der Heiligen, und das auch noch nur am großen Versöhnungstag. Für die Gemeinde Christi hat sich das alles radikal geändert. Denn jeder, ohne Ausnahme, dient jetzt als Priester. Seit dem einzigen und einmaligen Opfer des Hohenpriesters Jesus darf jeder von uns in das Heilige der Heiligen eintreten und direkt zum König kommen. Und dann nicht nur einmal im Jahr, sondern jeden Moment. Das ist unser größter Reichtum. Unmittelbarer Zutritt zu Gott, dem König der Könige. Durch Jesus. Nie mehr Vermittlung von Menschen. Die ganze Gemeinde ist ein Körper von diensthabenden Priestern, die sich selbst opfern, ein Leben lang, überall. Ein Christ steht nie alleine da und er ist nie außer Dienst. Teilzeit-Christ-Sein ist unmöglich. Die Gemeinde ist sehr beschäftigt. Du Priester, verjux also deine Zeit nicht mit Fernsehserien und Videoclips. Hast du Langeweile? Schau um dich hin. Gott gibt dir viel Nützliches zu tun. Wer du bist? Du bist ein Priester. Wer bin ich? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, auch viele junge Menschen. Vielleicht ringst du auch mit dieser Frage. Zum Teil gehört sie auch zum Erwachsen werden. Es kann aber durchaus eine brennende Frage in deinem Leben bleiben. Auch als Mitglied der Gemeinde kann diese Frage dich quälen. Wenn du siehst, wie wenig Kraft in der Gesellschaft von unseren christlichen Kirchen ausgeht, wie wir an den Rand gedrückt sind, wenn du dich fragst, warum so wenig Menschen aus dem heidnischen Österreich sich bei uns anschließen. Wer sind wir eigentlich als Kirche? Was stellen wir dar? Wir wissen – nicht zuletzt aus verschiedenen Fernsehsendungen - wie wichtig es ist, dass der Mensch seinen Vater und Mutter kennt. In was für geistliche Schwierigkeiten können Menschen kommen, wenn sie ihren eigenen Vater oder ihre Mutter nie gekannt haben. Wir wissen auch, was für eine Erleichterung es ist, wenn man sie schließlich gefunden hat. Ein Mensch möchte normalerweise wissen, wer sein Vater und seine Mutter ist und wie sie zu ihm stehen. Man braucht es auch, um sich selbst besser verstehen zu können. Aber noch viel wichtiger ist es, dass man seinen himmlischen Vater kennen lernt. Denn er ist es, der auf unsere Frage „Wer bin ich? Wer sind wir?“ die allertiefsten Antworten gibt. Er erzählt dir, wie er dich sieht und wer du für ihn bist. Und das sind Antworten, die Halt geben, weil sie länger dauern als dein kurzes Leben. Es sind Antworten durch die man weiß: ich gehöre dazu (denn ich bin erwählt und heilig, Gottes Eigentum); durch die man weiß: ich bin sicher (denn ich bin begnadigt); durch die man weiß: mein Leben hat einen Sinn (ich bin ein Priester). 2. Höre von Gott deine Bestimmung. Warum wir hier sind. Hast du aus dem ersten Teil schon begriffen, dass deine Identität deine Bestimmung bestimmt? Denn wer du bist, bestimmt größtenteils, was du tun wirst. Wir sind auserwählt, begnadigt. Gottes Eigentum, heilig, wir sind Priester. Mit diesen letzten Titeln sagt Petrus schon sehr viel über unsere Bestimmung. Denn ein Priester dient Gott und seinen Nächsten. Darüber sagt er noch mehr. Vers 9 beantwortet die Frage: warum sind wir hier? Nämlich damit wir verkündigen sollen die Wohltaten dessen, der uns berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. Wir sind königliche Priester, aber auch prophetische Priester. Unser Priesterdienst umfasst auch das Opfer unserer Lippen. Die Wohltaten Gottes verkündigen. Das ist Prophetenarbeit. Gottes Wohltaten. Das ist mehr als die Erlösungstaten Gottes. Im ursprünglichen Griechisch steht: die ausgezeichnete Eigenschaften. Es ist auch seine Weisheit, seine Güte, seine Herrlichkeit, seine Gnade, kurz: wie er ist. Das ist unsere Bestimmung, unser Auftrag, das bekannt zu machen in der ganzen Welt: wer Gott ist und wie er ist. Unsere Erwählung, unsere Heiligkeit, unsere Begnadigung, unser Eigentumsvolk sein, es steht alles im Dienst der Verbreitung nach außen von Gottes herrlichem Namen. Wer wir sind, durch die Güte Gottes, bringt uns also dazu, zu zeigen, wer Gott ist und was er für uns getan hat. Die ganze Welt soll es wissen. Und das fängt hier an, in den Gottesdiensten. Hier erklingt Woche für Woche der Lobgesang Gottes und hier wird seine hervorragende Liebe bekannt gemacht. Der Gottesdienst dient als eine Art Feuerstelle, von woher das Licht und die Wärme des Evangeliums sich in unsere Umgebung verbreiten. Menschen die Licht und Wärme in ihr Leben suchen, können hier das Feuer brennen sehen und sie werden kommen. Wenn ihr hier zumindest die Türe nicht abschließt. Aber zugleich sollen wir auch selber Fackelträger werden, in dem wir selbst angezündet das Feuer zu anderen bringen. Denn ein Priester bist du nicht für dich selbst. Du bist es an erster Stelle für den Allerhöchsten, aber du bist es auch für deinen Mitmenschen. Das lateinische Wort für Priester ist Pontifex. Das bedeutet Brückenbauer. Ein Priester baut Brücken damit der Nächste auch zu Gott kommen kann. Als Christ-Priester hast du die Pflicht und das Vorrecht andere zu dem Erlöser zu bringen, den du selber gefunden hast. Auf diese Weise gibt es eigentlich keine deutliche Grenze zwischen einerseits dem Priesterdienst in der Gemeinde, der Sorge füreinander, und andrerseits dem missionarische Auftrag. Denn was du sagst ist: Komm und schau wer der Herr ist und wie gütig er zu uns ist. Er möchte auch dein Gott sein. Was hast du dann viel zu erzählen! Im Büro, in der Schule, über den Gartenzaun. Was für eine mächtige Nachricht darfst du weitergeben. Denn du darfst erzählen, worauf Petrus seine Leser aufmerksam macht: und zwar dass Gott uns berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. Unser Gott vertreibt das Dunkel der Sünde, der Schuld, der Ungewissheit, der Verzweiflung. Er macht für immer das Licht in deinem Leben an. Paulus sagt: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten (Eph. 5,14). Wenn du Gott kennen gelernt hast, brennt eine Lampe, die nie mehr ausgeht. Dann brauchst du nicht mehr im Finstern zu tasten. Dann lernst du dein wahres Ich kennen, dann lernst du deinen Platz unter der Sonne zu begreifen, zwischen Milliarden von anderen Menschen und inmitten der komplexen Weltgeschichte, in der schon soviel passiert ist und passieren wird. Erst im Licht des Rufes Gottes kann man richtig sehen, wie dunkel es früher war. In Apostelgeschichte 26 erzählt Paulus König Agrippa über diesen Umschwung von Dunkel und Licht. Er erzählt ihm, was der Herr Jesus ihm aufgetragen hatte auf dem Weg nach Damaskus. Jesus sagte zu ihm: Ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich. Die Bekehrung ist wie der Wechsel von Tag und Nacht. Wir sind geschaffen für das Tageslicht, um zu leben mit und für Christus, dem Licht der Welt. Wir sind ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, das Eigentum Gottes. Das ist unsere Identität, das ist wer wir sind. Um ihm zu dienen und seine erstaunliche Güte zu verkündigen. Das ist unsere Bestimmung, das ist es, warum wir hier sind. Wenn du das glaubst und tust, wirst du es erfahren: die Antworten Gottes stimmen. Amen.
13. Oktober 2002 |