Wurden Sie auch schon einmal im Glauben enttäuscht?

Predigttext: Lukas 7,18-23

18 Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich 19 und sandte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 20 Als aber die Männer zu
ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und läßt dich fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 21 Zu der Stunde machte Jesus viele gesund von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht. 22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt; 23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.

Gemeinde unseres Herrn Jesus Christus,

jeder von uns wird irgendwann einmal in seinem Leben enttäuscht. Enttäuscht von bestimmten Menschen, die einen im Stich lassen.

Von Politikern zum Beispiel. Man hat ihnen beinahe blind vertraut, hat viel von ihnen erwartet und dann hört man, dass sie korrupt waren. Oder Arbeitskollegen; man denkt, dass man sich auf den andern verlassen kann, dass man auf ihn bauen kann, aber wenn’s drauf an kommt, lassen sie dich fallen wie eine heiße Kartoffel. Oder gute Freunde: man dachte, dass man sich ihnen mit einem Problem anvertrauen kann, aber dann muss man leider die Erfahrung machen, dass sie mit dem, was man ihnen im Vertrauen anvertraut hat, treulos umgehen und einen furchtbar verletzen können.

Tja, Enttäuschungen sind Erfahrungen, die wir leider alle irgendwann einmal erlebt haben. Enttäuschungen können einen ganz schön entmutigen.

Wenn man zum vierten Mal durch die Führerscheinprüfung fliegt.
Oder wenn man verliebt ist in einen netten Jungen, … aber der denkt gar nicht daran, dich anzusprechen. Er sieht dich nicht einmal!
Oder wenn man sein Bestes tut, um mit dem Rauchen aufzuhören und es klappt einfach nicht!
Oder wenn man sieht, wie die Jahre dahinfliegen und jeder Tag der gleiche Trott ist, und man sich dann müde und entmutigt fragt: Wozu leb ich eigentlich noch?

Kennen Sie diese Gefühle auch?

Aber es sind nicht nur Menschen, von denen wir uns enttäuscht fühlen können. Oder Umstände, die uns so deprimieren.

Wir können uns auch von Gott im Stich gelassen fühlen. Es gibt Situationen, wo wir Gott absolut nicht mehr begreifen. Und dann kommt schon manchmal das Gefühl auf, was einem der Glaube an Gott eigentlich bringt. Dass man schlichtweg enttäuscht ist von Gott – oder sich enttäuscht fühlt.

Etwas von dieser Art von Enttäuschung finden wir in unserem Bibeltext. Hier wird keine Standardlösung angeboten, die für alle möglichen Probleme eine befriedigende Antwort gibt. Aber in diesen Bibelversen weist uns Jesus sehr wohl einen Weg aus der Sackgasse und gibt wieder neuen Mut und Freudigkeit.

Thema: Wurden Sie auch schon einmal im Glauben enttäuscht?

Die Enttäuschung ist zu begreifen, wenn man um sich herum schaut
Die Enttäuschung ist zu überwinden, wenn man wirklich auf Jesus schaut

Die Enttäuschung ist zu begreifen, wenn man um sich herum schaut

Wie kommt es, dass wir uns manchmal von Gott enttäuscht fühlen? Dass wir uns manchmal keinen Rat wissen mit Gottes Wegen? Warum fühlen wir uns manchmal so mutlos, wenn wir über den Glauben nachdenken?
Dies hat alles damit zu tun, dass wir hohe Erwartungen haben von Gott, vom Glauben, von Christus. Gewiss, glauben ist etwas Schönes und unheimlich wertvoll. Der Heilige Geist lässt uns dies immer wieder sehen. Dies ist uns in Psalm 50 verheißen: “So spricht der Herr: Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.“

Zugegeben, dies sind hohe Erwartungen – und unsere Erwartungen vom Herrn Jesus dürfen wirklich hoch sein. Aber in der Praxis kann es ganz anders gehen. Am Sonntag in der Kirche, oder in bestimmten Situationen, können wir wirklich froh sein mit unserem Glauben; dann können wir unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Aber im Alltag – mitten in der Woche – können wir auf uns selbst zurückgeworfen werden und dann holt uns die harte Realität wieder ein, wenn wir enttäuscht werden, wie ich es am Beginn der Predigt genannt habe. Dann kommen die Fragen wie zum Beispiel: Was hat sich denn nun wirklich verändert durch den Glauben? Was ist anders geworden durch Jesus? Was hat das Heilshandeln Gottes eigentlich für einen Sinn gehabt, wenn doch alles beim alten bleibt?

So erging es Johannes dem Täufer. Sogar Johannes hat sich enttäuscht gefühlt von Jesus. Warum eigentlich nicht? Johannes mag zwar der zweite Elia gewesen sein, aber er bleibt dennoch Mensch mit all seinen Schwächen und Momenten des Unglaubens.
Auch der erste Elia hatte seine schwachen Momente, als er nach dem gewaltigen Sieg auf dem Karmel vor Isebel wegrennt.
Die Erwartungen in Israel zur Zeit Jesu waren hochgeschraubt. Der Messias kommt! Rettung und Erlösung galten für jene, die sich bekehrten; auf die Ungläubigen wartete das Gericht Gottes. Und Johannes proklamierte: Nach mir kommt der Stärkere. Und als er Jesus getauft hatte, zeigte er deutlich auf Jesus als das Lamm, das die Sünden der Welt wegnimmt.

Ja, Johannes war froh mit dem Kommen von Jesus, denn er wusste, dass Jesus der Bräutigam war und Johannes der Freund des Bräutigams. Wenn der Bräutigam in den Vordergrund tritt, konnte Johannes ruhigen Gewissens in den Hintergrund treten.
Aber sie wissen ja wie es Johannes erging. Er wurde von Herodes gefangen genommen und in den Kerker geworfen. Er wusste zwar nicht mehr, wie es mit ihm weiter gehen sollte, konnte dies aber ohne Klagen ertragen, denn seine Zeit als Wegbereiter und Freund des Bräutigams war abgelaufen. Nun würde Jesus wachsen und an Macht und Einfluss zunehmen. Und so verfolgte Johannes das Wirken Jesu vom Gefängnis aus. Als er jedoch hörte, wie Jesus auftrat, erhilt sein Glauben einen Knacks. Lukas berichtet in Vers 18 „Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles.“ Nämlich alles, was Jesus tat und wie die Leute auf Jesus reagierten. Seine Bergrede (in Kapitel 6) von den Krankenheilungen, wie ein Gelähmter durchs Dach gelassen wurde und Jesus ihn heilte und ihm die Sünden vergab, wie er am Sabbat heilte und den todkranken Knecht eines Hauptmanns, wie er den Jüngling zu Nain, der gerade begraben werden sollte, zum Leben erweckte.

Durch alle diese Ereignisse wurde Johannes zum Zweifeln gebracht. Bei Matthäus, wo die gleiche Geschichte steht, wird dies sehr genau formuliert, nämlich: 11,2 “Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger.“

Es waren also gerade die Werke Jesu, die Johannes zum Zweifeln brachten, ob Jesus wirklich der Christus ist.

Können sie sich dies vorstellen? Wenn wir uns die Erwartungshaltung von Johannes vor Augen halten, dürfte manches deutlich werden. Wir haben ja gelesen, wie Johannes das Königreich Gottes ankündigte. Er hat mit scharfen Worten vom Wirken des Christus geredet. Er sprach von Bekehrung, und von der ‚Axt die den Bäumen an die Wurzel gelegt; und dass jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, abgehauen und ins Feuer geworfen’ wird. Er redete klar vom Zorngericht Gottes, welches der Christus bringen wird. Johannes warnte scharf vor einer optimistischen Erwartung, nämlich dass das Kommen des Messias automatisch Rettung für alle Israeliten bedeute und den Untergang für die Heiden. Johannes betonte ganz deutlich: Auch für euch ist der Messias gefährlich. Wenn der Christus kommt, bleiben nicht alle Bäume stehen: Die Verheißung gilt nur für die gesunden Bäume. Der Rest fällt der Axt zum Opfer. Der Messias wird unter den Israeliten das Stroh von der Spreu trennen. Er kommt mit dem Heiligen Geist, aber auch mit Feuer. Er sammelt das Korn, aber die Spreu verbrennt er im Feuer. Es wird nun sehr gefährlich, wenn Gott uns so nahe kommt in seinem Messias. Die Werkzeuge, die der Messias laut Johannes in seiner Hand hält, das Sieb und das Beil, sagen zeichenhaft, wie er auftreten wird: scheidend und richtend!

Aber was hört er vom Auftreten Jesu? Eigentlich lauter positive Dinge. Und damit hatte Johannes seine Schwierigkeiten. Jesus verursacht anscheinend kaum eine Trennung. Er bringt jedem das Evangelium, auch der Spreu. Jeder wird eingeladen, um bei Jesus Frieden zu finden. Und das Sieb kommt bei Jesus überhaupt nicht zum Einsatz; und vom unauslöschlichen Feuer war bisher noch nichts zu merken. Ganz im Gegenteil. Jesus heilt sehr viele Kranke. Kein Baum ist bisher gefällt worden – aber Jesus sollte doch die Axt an die Wurzel legen von allen Bäumen, die keine guten Früchte hervorgebracht haben. Aber die Axt wird nicht geschwungen. Von einer Krise in Israel war nichts zu merken. Und das gehört doch zum Messias: es muss gefährlich sein für den, der nicht glaubt. Wo war denn nun der große Umbruch, die Zeitenwende, auf die Johannes wartete?

Liebe Gemeinde, wissen Sie was Johannes an Jesus stört? Jesus ist ihm eigentlich zu lieb. Alles geht viel zu positiv. Da ist nichts zu spüren vom Feuer und Gericht. Johannes hatte sich das Wirken Jesu deutlich anders vorgestellt. Schärfer, kräftiger, herrlicher, königlicher – mit Gericht und Trennung und echter Befreiung. Hiervon merkte Johannes viel zu wenig – und darum fühlt er sich enttäuscht von Jesus. Kein Wunder, dass er bei Jesus anfragen lässt: Bist du nun der Retter, oder müssen wir auf einen anderen warten?

Erkennen Sie etwas davon auch bei Ihnen selbst. Als Christ erfährt man heute noch das gleiche wie Johannes. Seine Fragestellung drängt sich unwillkürlich auch uns auf: Welchen Einfluss hat denn Jesus eigentlich in der Weltgeschichte, in meinem Leben? Glauben ist ja gut und nett, aber was verändert sich denn wirklich in meinem Leben? Was hat verändert sich denn eigentlich, wenn man an Jesus glaubt?

Daher also die zentrale Frage zum Thema: Sind sie schon einmal enttäuscht worden im Glauben, oder von Gott?

Ohne jetzt direkt eine Antwort zu geben auf persönliche Mühen und Sorgen, will ich ihnen doch die Frage vorlegen: Sind wir uns dessen bewusst, dass das Gefühl von Enttäuschung zwei Ursachen haben kann?

Es kann verursacht werden, weil jemand unser Vertrauen schuldhaft beschämt und uns daher enttäuscht. Aber es kann auch sein, dass wir etwas von jemandem erwarteten, das er gar nicht vollbringen konnte – dann haben wir schlichtweg zuviel von ihm erwartet und ihn überfordert.

Wenn wir im Glauben enttäuscht werden, hat dann Jesus versagt, oder haben wir nicht gut auf ihn geschaut? Waren wir zu sehr auf uns selbst gerichtet?

Johannes bekommt von Jesus eine Antwort. Das allein schon ist ungemein ermutigend und positiv. Wir dürfen Jesus unsere Gefühle nennen und brauchen sie nicht zu unterdrücken.

Aber Johannes erhält eine Antwort, die die ganze Sache in einen anderen Zusammenhang stellt, so dass auch die Art und Weise wie er glaubt, korrigiert wird.

Das Thema war: Wurden Sie auch schon einmal im Glauben enttäuscht?

Die Enttäuschung ist begreiflich, wenn man um sich herum schaut. Aber Jesus selber sorgt dafür, dass wir die Enttäuschung im Glauben überwinden können, wenn wir richtig auf Jesus schauen.

Wissen sie, was mir bei der Antwort von Jesus auffällt? Dass er zuerst den Ball zurück spielt auf Johannes. Der Täufer hatte ja gefragt: all das Positive, das ich sehe und höre, ist das nicht einseitig? Und dann gibt Jesus als Antwort: Geht zurück zu Johannes und sagt ihm, was ihr gesehen und gehört habt: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube können wieder hören, Tote werden auferweckt und den Armen wird die gute Nachricht, das Evangelium verkündet.“

Die Frage des Johannes an Jesus war doch eigentlich: Was du da alles tust, stimmt das denn überein mit dem Ernst des Gerichtes, das der Messias durchführen wird?

Aber Jesus lässt die Jünger des Johannes ganz einfach mit ihrem Problem sitzen, indem er sagt: Geht und berichtet Johannes gerade alle diese Dinge, wegen denen er an mir als Messias ins Zweifeln gekommen ist.

Es ist vielsagend, wenn Lukas erwähnt, dass die Jünger des Johannes mit ihrer Frage zu einem Zeitpunkt kamen, als Jesus gerade sehr viele Heilungen vollbrachte. In Vers 21 steht: „Zu der Stunde machte Jesus viele gesund von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.“ Hier fällt auf, wie umfassend das Heilshandeln Jesu war: Er genas ohne Unterschied und richtete seine Botschaft an alle Schichten der Bevölkerung. Auf diese Art empfängt jeder das Evangelium. Genau das ist mein Werk, sagt Jesus. Ich arbeite an der Wiederherstellung des ganzen Volkes.

Deshalb liegt der Schwerpunkt von Jesu Antwort auf den letzten Worten: mit Taten und Worten wird jedem, sogar den Armen, das Evangelium verkündet. Und genau hier (in der Art und Weise wie das Evangelium Menschen aller Art erreicht) darfst du, Johannes, keinen Anstoß nehmen. So wie Jesus es tut, ist es gut. Wer mit diesem Messias zufrieden ist, wird von Gott errettet werden. Selig ist, sagt Jesus in diesem Zusammenhang, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

Johannes hatte geklagt: Ist das, was Jesus tut, nicht zu schön und zu lieb? Unzählige Kranke aller Art heilen – ist das alles? Was ändert sich denn wirklich? Wann werden denn endlich der Unglaube und das Unrecht beseitigt? Und wo sind der Ernst und die Gefahr, die vom Messias ausgeht?

Aber Jesus gibt Johannes eine Warnung, eine leichte Ermahnung, um nicht verstimmt und enttäuscht zu bleiben. Denn dann befindet sich Johannes in der Gefahr, den Messias los zu lassen und zu verleugnen. Stattdessen muss Johannes im Glauben Jesus so annehmen wie er sich offenbart und wie er auftritt. Denn auch dieses gnadenvolle Wirken Jesu ruft eine Trennung hervor. Menschen nehmen Anstoß am Evangelium. Jede Predigt von Jesus, jedes Wunder, das er tut, ruft die Leute auf zu fragen: Wer ist dieser Jesus eigentlich? Vertrau ich mich dieser Botschaft an? Glaube ich seinem Wort?

Gewiss, Jesus ist der Richter in Israel und sein Auftreten bewirkt eine Trennung im Volk. Nur – diese Trennung erfolgt nicht durch die Axt, sondern durch Heilungen. Er kommt heilen. Und wer diesen Heiland nicht will, verliert sein Leben. Doch ist dies nicht die primäre Absicht Jesu. Der Akzent liegt nicht auf den Menschen, die sich an Jesus ärgern und zu Fall kommen, sondern auf denen, die an Jesus glauben und Heil erfahren. Glückselig ist, wer sich nicht an Jesus ärgert.

So wird Johannes gezwungen, seine Erwartungen zu korrigieren. Eigentlich sagt Jesus: Wenn du nur richtig auf mich schaust, kannst du sehr wohl in mir den Messias erkennen. Was ich tue, sind Taten der Liebe, und was ich sage, sind Worte voll Liebe.

Beides kommt von Gott. Aber dies geschieht ohne äußerliche Pracht und völlig gewaltlos. Diese Aktion und diese Veränderung erfolgen nicht in einer Art und Weise wie die Welt dies erwartet. Ich bin König indem ich Knecht bin. Ich gehe den Weg des Messias entgegen allen menschlichen Erwartungen. Aber ich tue, wozu ich gekommen bin: Menschen retten und glücklich machen. Glücklich durch den Glauben an Gott.

Warum dann die Enttäuschungen? Sieht die Welt für Johannes jetzt plötzlich ganz anders aus, wenn er diesen Bericht von Jesus erhält? Nein, die Situation hat sich nicht verändert. Er bleibt im Gefängnis sitzen und wird schließlich enthauptet. Aber mit dieser Antwort wird er nicht im Glauben enttäuscht. Denn er schaut nicht nur auf die Umstände, in denen er lebt, sondern vor allem auf das, was Jesus tut. Jesus bringt allen die gute Nachricht, mit Worten und mit Taten. Und er betont hierbei: Selig ist, wer nicht an mir zweifelt; glücklich bist du, wenn du mich so annimmst wie ich bin. Diese Botschaft bekam Johannes zu hören.

Und wir auch. Jesus braucht nicht unsere Erwartungen zu erfüllen. Nein, du brauchst nur im Vertrauen deine Hand in Seine Hand zu legen. Er weist dir den Weg durchs Leben. Er möchte dir beibringen, ihm nach zu folgen; hinter Ihm her, den Weg, den er geht, zu gehen.

Dann kann es auch passieren, genau wie bei Johannes dem Täufer, dass man sich in allerlei Lebenssituationen enttäuscht fühlt von Gott.

Liebe Geschwister, in solchen Situationen gilt es, diese Gefühle und Gedanken zu Jesus zu bringen.

Das kann man, indem man sich im Gebet zu Jesus richtet. Er hat verheißen, zu hören. Oder komm damit in aller Offenheit zu deinem Pfarrer oder einem Bruder oder Schwester. In ihnen kommt Jesus ganz praktisch auf dich zu.

Und dann hat man insbesondere darauf zu achten, was Jesus für uns, für mich, getan hat, und was Gott und konkret verheißen hat.

Das verändert nicht sofort unsere persönliche Lebenssituation, aber es bringt unser Streben und unsere Vorstellungen in die rechte Perspektive und in den größeren Zusammenhang von Gottes Erlösungswerk. Auf diese Art und Weise bewahrt man die rechte Sicht auf unseren Herrn Jesus Christus, der gekommen ist, um auch dir Ruhe zu schenken. Komm zu mir, sagt er. Ja glaub an mich und finde dein Glück bei mir.

Amen